StadtLauf München – Fünf schnelle Kilometer am Sonntagmittag

Am Sonntag, den 26.6. war es wieder soweit: Mehr als 20.000 Läuferinnen und Läufer schnürten ihre Schuhe, um beim Stadtlauf von SportScheck und BWM in München dabei zu sein. Ich war in diesem Jahr auch am Start! Eine Woche nach meiner Teilnahme beim Zugspitz Ultratrail habe ich mich für die 5 Kilometer Distanz entschieden. Der Startschuss für diese Distanz fiel erst um 12:45 Uhr und sie waren der letzte Lauf des Tages. Eigentlich hätte ich also ausschlafen können, aber wie vor jedem Rennen war ich dann doch ein wenig nervös und habe meine Freunde getrackt, die beim Halbmarathon an den Start gegangen sind.

Eine halbe Stunde vor meinem Start bin ich daheim aufgebrochen und habe die eineinhalb Kilometer bis zum Marienplatz für ein lockeres Einlaufen genutzt. Am Odeonsplatz bin ich an den Absperrungen entlang gegangen und habe noch ein paar Läufern des 10 Kilometer Rennens applaudiert. Auf diesen letzten Metern vor dem Ziel herrschte auch für die nur noch vereinzelt einlaufenden Teilnehmer eine großartige und motivierende Stimmung. Meine Aufregung, aber auch meine Vorfreude auf Lauf stiegen damit weiter.

Am Marienplatz angekommen habe ich mich relativ weit vorn, so etwa in der vierten Reihe der Startaufstellung, platziert und die Atmosphäre und Anspannung vor dem Lauf schon sehr genossen. Dann kam endlich der Countdown, dann der Startschuss und es ging los.

Ein allgemeines Gerangel bei diesen großen Straßenlauf Events gibt es ja leider immer. Und so musste ich einiges an Geschicklichkeit aufwenden, um die Kinder aus den ersten Reihen zu überholen, aber den ambitionierten, vielfach männlichen Läufern aus den Reihen hinter mir, nicht vor die Füße zu laufen.

Die erste Kurve im Gedrängel war geschafft und nun ging es über den Hofgarten in den Englischen Garten. Das Feld hatte sich im vorderen Bereich nun etwas entzerrt und ich war dort vorne mit unterwegs. Beim flüchtigen Blick auf meine Laufuhr sah ich die aktuelle Pace von 4:10, die ich gerne durchlaufen wollte. Das passte also prima und mein Lauf fühlte sich richtig gut an, es „rollte“.

Hinter dem Monopterus ging es noch etwas gerade aus, bis eine Kurve die Wende und damit auch schon wieder den Rückweg ankündigte. Ich war seit dem Hofgarten in einer kleinen Läufergruppe unterwegs, die in der selben Pace wie ich den Lauf absolvierte. Sowas motiviert mich immer sehr, wenn man sich gegenseitig zieht, aber immer dran bleiben kann.

Kurz vor dem Odeonsplatz reichte die Puste auch noch für ein paar Faxen. Foto: Steffen Müller

Kurz vor dem Odeonsplatz reichte die Puste auch noch für ein paar Faxen. Foto: Steffen Müller

Auf dem Rückweg ging es am Hofgarten vorbei und direkt auf die Ludwigstraße in Richtung Odeonsplatz. Unter den Zuschauern habe ich Steffen aus meiner Trainingsgruppe entdeckt. Natürlich war es bereits ziemlich anstrengend geworden, die geplante Pace zu halten und so bin ich schnaufend, aber gut gelaunt an ihm vorbei gelaufen. Er hat ein paar tolle Schnappschüsse von mir gemacht.

Ab dem Odeonsplatz wurden wir Läufer vom großen Jubel und Applaus der Zuschauer bis ins Ziel getragen. Die Theatinerstraße und die Weinstraße haben sich dann noch ganz schön gezogen. Nur noch einmal nach links abbiegen auf den Marienplatz und dann war ich im Ziel. Geschafft, hurra! Das war ein tolles Gefühl!

Leider hatte mein Chip einen kleinen Aussetzer und somit war für mich keine Nettozeit, sondern nur eine Bruttozeit verfügbar. Mit meinen 21:20 Minuten bin ich 2. in meiner Altersklasse und 7. Frau gesamt auf den 5 Kilometern geworden. Ein Ergebnis, über das ich mich sehr gefreut habe, schließlich durfte ich ja aufgrund einer Verletzung erst seit vier Wochen wieder laufen.

Es gab zwar keinen Kuchen, aber die Hauptsache ist das alkoholfreie Weißbier! Und ja, das ist ein Laufrock :D Foto: Steffen Müller

Es gab zwar keinen Kuchen, aber die Hauptsache ist das alkoholfreie Weißbier! Und ja, das ist ein Laufrock 😀 Foto: Steffen Müller

Nachdem man durchs Ziel gelaufen war wurde man über eine Verpflegungsmeile mit Äpfeln, Bananen, Fitnessriegeln und Laugenstangen zur Finisher Medaillenausgabe geleitet. Dahinter war noch eine Expo aufgebaut, sowie mein eigentliches Ziel nach einem Lauf: Der Stand von Erdinger Alkoholfrei. 😀

Das offizielle Zielfoto von BMW. Hurra, geschafft!

Das offizielle Zielfoto von BMW. Hurra, geschafft!

Die jahrelange Erfahrung bei der Orga und Durchführung von solch großen Laufveranstaltungen durch SportScheck und BMW hat sich positiv bemerkbar gemacht: Es waren überall freundliche Helfer und Streckenposten ansprechbar. Auch um meine Probleme mit dem Chip wurde sich sofort gekümmert und ich habe sehr schnell eine Antwort erhalten.

Ich glaube, das wird nicht mein letzter StadtLauf gewesen sein. Seid ihr in diesem Jahr auch noch auf einem anderen StadtLauf von SportScheck und BMW dabei? Auf welche Distanz werdet ihr gehen und was sind eure Ziele?

Schreibe einen Kommentar