Transalpine Run Etappe 2 – Die Ruhe vor dem Sturm

Der zweite Tag des Transalpine Run fing mit Regen an, also haben wir uns in wasserfester Montur in die Startaufstellung begeben. Doch bereits zehn Minuten später sind wir beim ersten Aufstieg auf einem schmalen Singletrail nur noch von der Innenseite unserer Jacken nass geworden. Der Regen hatte aufgehört und ein Sauna-Feeling war zurück geblieben.

Kurz vor dem Start in Lermoos

Kurz vor dem Start in Lermoos

Ungefähr 800 Höhenmeter haben wir an diesem ersten Anstieg zurückgelegt und hoch oben gab es als Belohnung einen traumhaften Blick auf die Bergspitzen, die aus den Wolken heraus ragten. Glücklicherweise hatten wir heute keine Materialermüdungen zu beklagen, denn Mario hatte in seinem Bericht gestern nicht erwähnt, dass ihm gestern bei Kilometer 8 einer seiner Laufstöcke gebrochen ist. Nur als Dreifüßer unterwegs zu sein fiel bei seiner gestrigen Verfassung zusätzlich ins Gewicht.

Unterwegs

Aufgrund der sehr schlechten Wettervorhersage musste ein Teil der Route neu geplant werden, denn die Genehmigung für den Aufstieg zum Grubigjöchl wurde nur für schönes Wetter erteilt. Bei der erwarteten Regenfront ist die Gefahr von Felsabbrüchen zu groß und wir wurden auf eine Alternativroute geschickt, bei der wir 400 Höhenmeter bergauf weniger zu überwinden hatten. Ganz gut so, denn die Etappe morgen wird uns einiges abverlangen.

An der Verpflegungsstelle Nr. 2 von heute gab es einen netten Spruch und den netten Herrn von der Medical Crew, der uns auch gestern schon fotografiert hat. :)

An der Verpflegungsstelle Nr. 2 von heute gab es einen netten Spruch und den netten Herrn von der Medical Crew, der uns auch gestern schon fotografiert hat. 🙂

Die Strecke Leermoos – Imst war also prima laufbar und der der angekündigte „flowige“ Downhill hat sogar mir ziemlich viel Spaß gemacht. Wie kann ein Downhill denn keinen Spaß machen? Nun ja, ich habe immer ein wenig Angst um meine Knochen, wenn es auf hartem Untergrund steil bergab geht. Aber heute waren auch viele der bergab führenden Höhenmeter im Wald und damit auch in großer Matschepampe aber bei strahlendem Sonnenschein zurückzulegen.

Nach dem Uhrenvergleich mit unseren sogenannten „GPS-Handgelenks-Empfängern“ haben wir erneut festgestellt, dass man bei Plan B immer mehr für sein Geld bekommt: Die Strecke war heute erneut über 2 km Kilometer länger als angekündigt 😉 Mir hat die heutige Etappe unglaublich gut gefallen. Sie war ziemlich entspannt laufbar und hat uns aufgrund unserer frühen Zielankunft viel Zeit gegeben, um uns auf morgen vorzubereiten.

Glücklich im Ziel in Imst angekommen!

Glücklich im Ziel in Imst angekommen!

Auf den matschigen Trails haben wir unsere Gore-Tex Speedcross 4 richtig schmutzig gemacht.

Auf den matschigen Trails haben wir unsere Gore-Tex Speedcross 4 richtig schmutzig gemacht.

Und damit bin ich bei meinem heutigem Titel: Morgen folgt die absolute „Königsetappe“ des Transalpine Run 2016, zumindest was die reinen Parametern angeht. Wir werden auf der Strecke von Imst nach Mandarfen 47,90 km (bei PlanB also mindestens 51 km 🙂 ) und mehr als 3.000 Höhenmeter im Aufstieg und weit über 2.100 Höhenmeter im Abstieg zurücklegen. Wenn das keine Verheißung ist… doch dazu morgen mehr.

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